Heidi Holleis präsentiert Symbiosen aus Bild und Installation
(pld) Heidi Holleis zeigt noch bis 26. September am Samstag und Sonntag von 14 - 18 Uhr im KunstwerkRaum in Untermieming ihren neuen Zyklus "Bauchbilder". Die durch Polsterung dreidimensional angelegten Bilder entstanden unter anderem beim Sommersymposium Freistaat Burgstein in Gries bei Längenfeld und Meran. Bereits in den frühen 1990ern überzeugte Heidi Holleis durch ihre eigenwilligen, teils als frei, wild und grenzenlos titulierten Arbeiten. Holleis orientiert ihr Schaffen hauptsächlich an den Themenbereichen Geometrie und Pflanzenfragmente, aber auch am menschlichen Körper und dem Vogel als Symbol der Freiheit. Nach der zweijährigen Auseinandersetzung mit dem Vogel, von der abstrakten Darstellung bis zur feinen detaillierten Umsetzung, kehrte die Innsbruckerin nun wieder zu früheren Themenbereichen zurück. In ihrem Werk gereift, vermittelt die Malerin durch ruhige, ausgeglichene Farbwahl und Formensprache eine innere Stabilität, ein gutes "Bauchgefühl". Einer der beiden Gründe, sich dem Zyklus "Bauchbilder" zu widmen. Als Frau steht der Bauch für die zweifache Mutter auch als Ort der Fruchtbarkeit und Wärme. So formt sie selbst nach dem goldenen Schnitt dimensionierte und auf Keilrahmen aufgezogene Leinwände mit Ötztaler Heu "bauchig". Ausgehend von ihrer Mitarbeit in der Künstlergruppe "Freistaat Burgstein" entstanden so während des Sommers Arbeiten in den unterschiedlichsten Formaten, vom 40x40 cm großen Einzelbild, bis zum 2,60m großen Pentaptychon. Die Idee, Bildern eine dritte Dimension zu verleihen, entstand nicht zufällig. Nachdem sich die Künstlerin neben der Malerei auch mit Installationen und der Performance als künstlerische Ausdrucksform auseinandersetzt, verbinden die derzeit im Mesnerhaus ausgestellten Arbeiten Elemente der unterschiedlichsten Kunstrichtungen in sich. Die in Eitempera, teilweise mit Öl vermischt gemalten Bilder vermitteln ihre Botschaft selten auf den ersten Blick. "Ich fordere Zeit", begründet Holleis ihre Arbeitsweise, "je mehr Zeit man einem Bild widmet, umso mehr gibt es auch von sich selbst preis."
