Sekundenschlaf

Wann: 18. Oktober 2005
Wo: Galerie Nothburga
 

" Sekundenschlaf " ...ein rätselhafter Titel - gewählt von drei Künstlerinnen, die seit Jahren konsequent und überzeugend ihren künstlerischen Weg gehen.

von außen nach innen (Heidi Holleis )
von innen nach außen (Christine Pöschl)
und dazwischen liegt Haut (Sibylle von Halem)

 

Auszug

Heidi Holleis nähert sich der Natur von außen, denn die Natur ist ihr großer Lehrmeister. Ihr Blick ist auf das Gegenüber gerichtet - sei es ein Baum, ein Berg, ein Mensch oder eine Blume. Dabei arbeitet sie wie mit dem Blick einer Fotografin - sie zieht den Baum, den Berg, was immer... durch ein unsichtbares Zoom an sich heran, bis die Rinde ( der Fels,...) wie in Großformat vor ihren Augen steht. Dadurch verliert der Baum seine äußere Gestalt und wird zur Fläche voller Farben und Formen.
Für Heidi Holleis führt dieser Vorgang zur organischen Abstraktion, die sie folgendermaßen umschreibt: " Ich bekenne mich zu Dada und der organischen Abstraktion.
Naturbeobachtungen, deren Analyse und Synthese von Form und Struktur an Bäumen und Pflanzen stehen momentan für die organische Abstraktion, meine spielerische und frei Annäherung an das Unbewußte für Dada.
Als Transmitter der Natur hege ich großen Respekt vor den ewigen Kreisläufen und der absoluten Schönheit von Fauna und Flora. Natur ist einzigartig in jedem Detail, erfüllt unsere ureigensten Bedürfnisse und ist bei Zerstörung unwiederbringlich.
Diese Botschaft möchte ich vermitteln, in diesen Arbeiten, wie auch als Mensch"

Elisabeth Melkonyan / Heidi Holleis